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Haarpflege selbst machen

HaarkurenDer Markt an unterschiedlichen Haarpflegeprodukten ist nahezu unübersichtlich. Dazu kommt der Faktor, dass in vielen Produkten Stoffe verarbeitet werden, die heutzutage von vielen Menschen nicht mehr vertragen werden. Farb-, Duft-, oder Konservierungsstoffe schädigen nicht nur das Haar, sondern auch die Kopfhaut. Allergien beim Anwender machen die Angelegenheit, das passende Shampoo zu finden, nicht einfacher. Glücklicherweise gibt es die Option, Haarpflege selbst herzustellen. Neben einem guten Shampoo gibt es Ideen für Conditioner, Haarkuren und andere Pflegemittel. Wir möchten nachfolgend einmal ein paar dieser Rezepte aufführen und erläutern, warum ein eigens hergestelltes Haarpflegemittel besser ist als im Markt erhältliche Produkte.

Warum ein selbstgemachtes Produkt besser ist

Haarpflege selbst machenNeben den erwähnten Farb-, Konservierungs- und Duftstoffen gibt es noch andere Elemente, die für eine gute und vor allem gesunde Haarpflege nicht zweckdienlich sind. Mit dazu gehört:

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  • Sie enthalten meist chemische Inhaltsstoffe wie Silikon, Parabene, Paraffine oder Tenside.
  • Häufig besitzen diese sogar eine betäubende Wirkung und führen zu Augenbrennen.
  • In einigen Produkten befindet sich Mikroplastik, welches als Bindemittel fungiert.

Derartige Stoffe setzen sich auf Haare und Kopfhaut ab und fördern mit der Zeit möglicherweise eine geringere Haarqualität, oder wirken sogar giftig. Ein großes Problem besteht darin, dass derlei Stoffe nicht offen gekennzeichnet sind und sich hinter Bezeichnungen verbergen, die auf den ersten Blick nicht als problematisch eingestuft werden – Weil der Anwender es meist nicht einmal weiß!

Alleine diese Gründe rechtfertigen die Herstellung einer eigenen Haarpflege. Ein weiteres Thema ist die Nachhaltigkeit, die durch die Verwendung von Kunststoffverpackungen nicht gerade gefördert wird. Mittels der eigenen Herstellung lässt sich die Entstehung von zu großen Mengen an Müll langfristig eindämmen. Denn in den meisten Fällen werden die Flaschen von einst gekauften Haarpflegeprodukten wiederverwendet.

  • Tipp! Außerdem lässt sich mit selbst hergestellter Haarpflege jeweils ein Produkt erzeugen, welches auf die eigenen Probleme und Voraussetzungen abgestimmt ist. Dazu kommt noch: Man weiß immer genau, was eigentlich drin ist!

Shampoo selbst herstellen

Für ein gutes Shampoo gibt es unterschiedliche Rezepte, die man nutzen kann, um selber eines herzustellen. Hier folgt daher eine kleine Auswahl.

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Für ein Shampoo auf Seifenbasis sind folgende Zutaten erforderlich:

  • 15 g Seifenflocken (beispielsweise Kernseife)
  • 250 ml destilliertes Wasser

Hierbei handelt es sich um das Grundrezept, welches anschließend verfeinert werden kann. Zur Gewinnung der Seifenflocken ist es leidglich erforderlich, ein Stück Seife mit der Küchenreibe zu zerkleinern. Dann werden die Seifenflocken einfach mit dem Wasser vermischt. Letzteres ist idealerweise heiß, da dies die Seife besser zum Schmelzen bringt. Einmal gut umrühren und die Lauge für die Basis ist fertig. Um sie weiter abzustimmen, geht man wie folgt vor:

Voraussetzung Zutat Effekt
blondes Haar
  • Kamillenöl
  • hellt das Haar auf natürliche Art auf
  • verleiht den Haaren seidigen Glanz
fettiges Haar
  • Zedernöl
  • Rosmarin
  • Brennnesseln
  • jeweils nur eine der Zutaten nehmen
  • reduzieren die Talgproduktion
Haarausfall
  • Rosmarin
  • Brennnesseln
  • unterstützen auf natürliche Art das Haarwachstum
  • nur eines von beidem verwenden
Schuppen
  • Teebaumöl
  • reduziert die Schuppenbildung
  • hilft der Kopfhaut bei der Regeneration

Um die Fähigkeiten der jeweiligen Zutaten bestmöglich zu nutzen, werden einfach nach der Herstellung der Seifenlauge ein paar Tropfen des genannten Öls hinzugegeben und noch einmal alles gut vermischt.

Wenn Sie gerne ein wohlriechendes Shampoo mit dem genannten Grundrezept erzeugen möchten, folgt hier ein Tipp: Übergießen Sie eine Handvoll frischer Minze mit etwa 120 Millilitern Wasser und lassen Sie die Mischung für drei Stunden ziehen. Trennen Sie danach die Minze von der Flüssigkeit und geben Sie den Sud in die vorbereitete Lauge. Das Shampoo kann schließlich in eine Flasche abgefüllt werden und ist bis zu 14 Tage haltbar.

Shampoos, die ohne Seife arbeiten

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, verschiedene Stoffe für die Haarpflege zu nutzen, die nicht einmal Seife enthalten. Besonders geeignet hierfür sind:

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  • Roggenmehl
  • Heilerde

Hierzu wird, je nach Haarlänge, eine bestimmte Wassermenge mit Roggenmehl oder Heilerde vermischt und anschließend auf das Haar gegeben. Einmassieren, abspülen, fertig! Für die Zubereitung ist zu empfehlen:

  • kurzes Haar: 230 ml lauwarmes Wasser und 4 EL Roggenmehl/Heilerde
  • langes Haar: 300 ml lauwarmes Wasser und 5 EL Roggenmehl/Heilerde

Wichtig ist, dass man die Haare nach der Wäsche wieder gut ausspült, damit sämtliche Reste der Heilerde oder des Roggenmehls entfernt werden.

Der Effekt lässt sich bei diesem Shampoo noch etwas verbessern, indem man beispielsweise schwarzen Tee hinzufügt. Bei drei Minuten Ziehzeit vitalisiert er Kopfhaut und Haar, dank des hohen Koffeingehalts. Wenn der Tee länger zieht, kommen die enthaltenen Gerbstoffe zur Geltung, die entzündungshemmend wirken und gleichzeitig die Wundheilung fördern.

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Haarspülung selber machen

Eine selbstgemachte Haarspülung ist ebenfalls zu empfehlen. Hierzu kommt es bei den Zutaten auf den Effekt an, den die Spülung erzeugen soll. Hier einmal eine kleine Liste:

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  • gegen Frizz und trockene Haare: Einen Liter Wasser mit zwei Teelöffeln Apfelessig in eine Flasche geben und gut schütteln. Für einen angenehmeren Duft einfach fünf Tropfen eines ätherischen Öls hinzugeben.
  • mehr Glanz im Haar: Einen Liter Wasser und einen halben Liter Bier in eine Flasche geben und vermischen.

Die Spülung wird einfach jeweils über das feuchte Haar gegeben und gut einmassiert. Danach kann man sie wieder ausspülen.

Vitamin-Öl-Haarkur bei strapaziertem Haar

Zum Schluss führen wir noch ein besonderes Rezept für eine Vitamin-Öl-Haarkur auf. Diese enthält sämtliche Vitamine und Mineralstoffe, welche die Kopfhaut regenerieren, das Haar wieder zum Glänzen bringen und als regelrechter Booster fungieren. Die Zutaten:

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  • 1 EL Hagebuttenöl
  • 1 Bio-Eigelb
  • 1/2 Banane
  • 1 TL Carotinöl (als Sonnenblumen- oder Sojaöl mit Carotin- oder Karottenextrakt erhältlich)
  • 5 Tropfen ätherisches Zitronenöl

Für die Zubereitung wird zunächst die Banane mit einer Gabel zerdrückt. Anschließend gibt man sämtliche anderen Zutaten hinzu und vermischt das Ganze gut miteinander. Die Packung können Sie direkt auf die trockenen Haare geben. Die Haare werden am besten mit Frischhaltefolie umwickelt.

Tipp! Nach etwa einer bis zwei Stunden Einwirkzeit wäscht man die Haare schließlich aus und nutzt ein mildes Shampoo, um sämtliche Rückstände zu entfernen.

Vor- und Nachteile von eigens hergestellten Pflegeprodukten

Abschließend möchten wir sämtliche Vor- und Nachteile noch einmal zusammenfassen:

  • nachhaltig
  • auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt
  • enthält keine schädlichen Stoffe wie übliche Produkte
  • man weiß immer genau, was drin ist
  • die Zubereitung ist stets mit geringem Aufwand verbunden
  • Haltbarkeit ist nicht so lang wie bei typischen Produkten

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